Blue Hole – gefährlichster Tauchplatz der Welt?!?

Nein es ist aus meiner Sicht definitiv nicht der gefährlichste Tauchplatz der Welt. Es ist natürlich verlockend durch die Kathedrale zu tauchen, jedoch als Sporttaucher selbst mit dem Brevet Deep Diver sollte daran kein Gedanke verschwendet werden. Für mich war es der bisher schönste Tauchgang.

Vorbereitung

Ohne Check Dive bei einem der Tauchcenter bekommt man hier keine Genehmigung tauchen zu gehen. Wir hatten in den Tauchgängen zuvor das quasi neben bei mit erledigt. Am Morgen fuhren wir gegen 9 Uhr zum Tauchplatz. Wie sich später herausstellen sollte, ist das die beste Zeit, um sich in Ruhe auf den Tauchgang vorzubereiten. Unser Plan war es bei den El Bells abzutauchen, um dann am Saumriff Richtung Blue Hole zu kommen.

El Bells – Der Einstieg

Der Name El Bells kommt nicht von ungefähr. Es ist ein recht schmale zum Meer hin halb geöffnete Röhre, in der man hinabtaucht. Des Öfteren stoßen dort Pressluftflaschen am Fels an. Das dadurch erzeugte Geräusch klingt wie ein Glockenschlag und ist vermutlich deshalb der Namensgeber. In etwa 25 Meter Tiefe geht es noch durch eine kleine Röhre durch, um dann in 30 Metern rauszukommen. Wenn man sich dann Richtung des Saumriffs dreht, stockt einem der Atem. Ich kann es nicht mit Worten beschreiben und die Bilder und Videos können es nicht wiedergeben.

Das Saumriff

Gut 15 Minuten blieben wir auf einer Tiefe von ca. 28 Metern und staunten immer wieder, wie groß das Riff sich erstreckt. In der Tiefe war kein Ende zu erkennen, dabei sind wir immer wieder durch Fischschwärme getaucht. Als es dann langsam nach oben ging, kamen wir bei den Putzerfischen vorbei die sich sogleich an die Arbeit machten und anfingen an den Ohren zu knabbern. Unser Tauchguide lies sich sogar die Zunge reinigen.

Blue Hole

Auf ca. 7 Meter ging es dann über den Sattel in das Blue Hole hinein. Hier war dann nicht mehr viel zu sehen außer ein dunkles Loch ohne einen sichtbaren Boden. Quer über dem Blue Hole ist ein Seil gespannt, an dem sich die Free Diver tummeln, um ihren ganz eigenen Tiefenrauch zu erleben. Wir tauchten gegen den Uhrzeigersinn zum Ausgang. Ein Meer an Luftblasen, die von unten hochkamen, deuteten auf einige Taucher hin, die vermutlich den Weg durch die Kathedrale nehmen wollten.

Massentourismus

Nachdem wir unseren Tauchgang beendet hatten, wurde mir der Teil mit dem Massentourismus bewusst. Bergeweise werden hier Menschen hergekarrt, um sie mit Schnorchelausrüstung bei El Bells ins Wasser zu schupsen, damit diese dann mit der Strömung in Richtung Blue Hole gespült werden. Für mich war es der krasse Kontrast zu einem Tauchgang, den wir ohne jegliche Begegnung mit anderen Tauchern hatten.

Was bleibt

Für mich bleiben die unfassbaren schönen Eindrücke von einem der schönsten Tauchplätze, die ich bisher erlebt habe und die Hoffnung nicht das letzte Mal hier getaucht zu sein.

 

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