Sonnenuntergang vor Sharm el Shake

Golden Dolphin II Nordtour 2022 Teil 2

Wie Ihr bereits im letzten Beitrag lesen konntet, befinde ich mich auf einer Tauchsafari im Roten Meer. Hinter uns liegen schon ein paar spannende Tauchgänge.

Tag 3 und 4 Die Thistlegorm

Nachdem wir die ersten drei Tage schon etliche Wracks betaucht haben, sollte nun das absolute Highlight der Tauchsafari kommen. Die Thistlegorm war ein britisches Frachtschiff, das am 06.10.1941 von einem Bomber der deutschen Luftwaffe als sekundäres Ziel getroffen wurde und gesunken ist. Das besondere an dem Schiff ist die Vielzahl an Ladung, die noch immer da ist. Von Munition über Motorräder, Lkws, Kleidung bis hin zu zwei Lokomotiven inkl. der Kohletender gibt es viel zu sehen. In insgesamt drei Tauchgängen haben wir fast alles Wichtige gesehen und dennoch so viel weggelassen. Hier kann man sicher eine Woche lang jeden Tag tauchen und würde immer wieder neu Sachen entdecken.

Nachdem wir schweren Herzens wieder abgelegt haben, ging es als Nächstes zum Dunraven Wrack. Wieder mal ein Dampffrachter, der aufgrund von einem Navigationsfehler auf das Riff aufgelaufen und im Anschluss gesunken ist. Es liegt kopfüber auf dem Meeresgrund und man kann gut hin durchtauchen. Nichts Spektakuläres jedoch schön anzusehen mit dem Korallenbewuchs.

Tag 5

Eigentlich sollte es heute in die Straße von Tiran gehen. Allerdings ist diese noch immer gesperrt gewesen wegen des Weltklimagipfels in Sharm el Shake. Darum führte der erste Tauchgang heute im Ras-Mohammed-Nationalpark vor den Toren von Sharm el Shake statt. Hier findet man noch ein intaktes Riff vor, was auch ohne ein Schiffswrack einen Tauchgang wert ist. Nachdem alle wieder aus dem Wasser waren, wurde es recht hektisch auf dem Schiff. Es verbreitete sich recht schnell die Nachricht, dass die Straße von Tiran ab 10:00 Uhr wieder geöffnet ist. Also wurde der Backupplan verworfen und wieder durch den eigentlichen Reiseplan ersetzt. Nach etwa 2 Stunden fahrt machten wir unseren zweiten Tauchgang beim Tiran Woodhouse. Auch hier lag wieder ein gesunkener Frachter, der unter anderem eine Ladung Klos bei sich hatte.
Der dritte und vierte Tauchgang des Tages war dann in Tiran Gorden was wenig spektakulär gewesen ist. Der Nachttauchgang war recht unspektakulär und ging nur rund um unseren Liegeplatz im Schatten der Golden Dolphin II.

Die letzten beiden Tage

Langsam wurde es Zeit, sich darauf einzustellen, dass die Woche schon wieder rum war. Auf dem Rückweg Richtung Afrika haben wir noch ein paar schöne Tauchgänge gemacht. Unter anderem waren dabei Abu Nuhas, Wrack Giannis D und Giftun Island. Letzteres ist eins der beliebtesten Tauchplätze die von Hurghada und am Tag nicht wirklich schön zum betauchen. Das Wrack Giannis D war im Gegensatz zu den bisherigen Wracks erst vor knapp 40 Jahren gesunken und in Teilen noch recht gut erhalten.

In Giftun Island fanden dann unsere letzten drei Tauchgänge statt, wobei der Nachttauchgang und der Early Morning Dive noch die schönsten waren. Beim letzten Tauchgang waren dann nur noch Massen an Tagesausflügern hier, die den Spaß am tauchen schon sehr getrübt haben.

Am Abend hatten wir wieder festen Boden unter unseren Füßen und ein wenig die Touristenmeile in Hurghada angesehen. Diese hatte augenscheinlich auch schon viel bessere Tage gesehen.

Ich möchte mich noch einmal bei allen Mitreisenden bedanken, es war ein paar wirklich entspannte Tage ohne Stress und Hektik was zu einer weiteren Tour in 2023 einlädt.

Alle zusammen
Alle zusammen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert